Singlebörsen
Es gibt einige wenige kostenlose Singlebörsen, die das komplette Kennenlernen, auch per Chat, ermöglichen und sich über Werbung finanzieren, ohne dass diese allzu aufdringlich wird. Die meisten ernst zu nehmenden Online-Partnerbörsen sind kostenpflichtig, und das hat seinen Grund.
Viel Angebot, mäßige Substanz
Singlebörsen schießen aus dem Boden des Netzes, der Nutzer hat große Mühe, den Überblick zu behalten. Wer ernsthaft partnersuchend ist, muss sich nach mehreren Anmeldungen - die überall kostenlos sind und die Suche ermöglichen - eine Passwortverwaltung zulegen, sonst vergisst er seine Aktivitäten. Und die meisten Singlebörsen verfügen über die grundlegenden Features: Ein Profil und mehrere Bilder können hochgeladen werden, die Suche nach Alter und Region ist problemlos möglich. In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen 15 Jahren einiges getan. Die ersten Online-Auftritte von Partnervermittlungen gab es Ende der 1990er Jahre, damals mit einer schlichten Homepage, die lediglich auf eine herkömmliche Partnervermittlung verwies. Dann trat ein Programmierer - selbst partnersuchend, damals im Alter von Ende 30 - auf und programmierte eine Seite, die das schlichte Wort "Liebe" im Namen führte. Eine Million Nutzer meldeten sich im ersten Jahr an, es war die Zeit, als die Suchmaschine Google das Internet revolutionierte. Die Partnersuchenden konnten einen Partner nach Haar- und Augenfarbe auswählen. Der Erfolg war durchschlagend, flugs sprangen Werbeagenturen und andere Geschäftsleute auf den Zug auf. Inzwischen ist die Anbieterzahl schier unübersehbar, ebenso mühselig ist die Suche nach einer gut funktionierenden Partnerbörse geworden. Denn sehr viele Online-Portale konkurrieren um eine begrenzte Zahl von Singles.
Welche Features sind überall kostenlos?
Auf jeder Singlebörse kann sich ein Nutzer kostenlos anmelden und sein Profil einstellen. Er kann - teils in Grenzen, teil unbegrenzt - nach Partnern suchen. In sehr wenigen Fällen ist auch die Kontaktaufnahme inklusive Chat kostenlos, diese Seiten sind komplett werbefinanziert, bieten aber ihren Nutzern für sehr geringe Gebühren kleine Zusatznutzen an, zum Beispiel die Auskunft darüber, wer zuletzt auf das eigene Profil geklickt hat, oder eine wesentlich umfangreichere Postfachverwaltung. Die meisten funktionierenden Partnerbörsen erheben jedoch Gebühren in unterschiedlicher Höhe, die dann entstehen, wenn man zum Partner Kontakt aufnehmen möchte. Einige an sich teure Partnerbörsen, die sich auf Akademiker und Gutverdiener spezialisiert haben, bieten sogar die Erstellung eines ausgefeilten psychologischen Profils und ein komplexes Matching-System kostenlos an, sie erstellen gezielt Partnervorschläge und stellen dem kostenlosen Nutzer auch eine erste Nachricht eines Premium-Mitgliedes zu - alles kostenlos. Wenn der bislang kostenlose Nutzer jedoch Kontakt aufnehmen möchte, muss er sich zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft entschließen.
Die Gründe für die Kosten
Partnerbörsen erheben Gebühren wegen dem technischen und personellen Aufwand. Profile müssen nach wie vor von Hand geprüft werden, um Missbrauch auszuschließen und den Jugendschutz einzuhalten. Doch auch Nutzer profitieren von einer gut gepflegten Seite und davon, dass Gebührenzahler die Partnersuche ernsthaft betreiben.